Gesucht werden: Helden des Alltags

Wir wollen die Kirche im Dorf lassen...

unter diesem ein wenig abgewandelten Motto verbringt eine überschaubare Zahl von Freiwilligen viele Stunden ihrer Freizeit in der ausgeräumten St. Bartholomäus Kirche, um durch ihre Arbeitskraft einen Beitrag zur Kirchenrenovierung zu leisten. Andererseits versuchen viele Gläubige mit Geldspenden diese notwendigen Renovierungen zu unterstützen. Zurzeit sind sie die Helden des Alltagsin der katholischen Bevölkerung von Neupotz. Menschen, die mehr tun, die weitergehen, sich aus der Komfortzone bewegen um sich für andere einzusetzen, die etwas bewegen wollen, ohne auf eigene Vorteile bedacht zu sein, die trotz Anfeindungen und Ausgrenzung wegen ihres Handelns nicht an ihren Idealen zweifeln – sind sie Helden des Alltagsoder Heilige? Waren die heutigen Heiligen, die Helden des Alltags von damals? Gehen wir auf Spurensuche...

Türen öffnen

Seit 1838 steht die St. Bartholomäus Kirche im Mittelpunkt des Ortes und war damals auch der Mittelpunkt im Leben der überwiegend katholischen Dorfbewohner. Kirchen waren Zentrum des Dorflebens, sie prägten die Identität des Ortes und seiner Bewohner mit. 

Früher. Und heute?

Fast 180 Jahre nach dem Kirchbau wird sich das Theater Kauderwelsch und als verantwortlicher Kirchenvertreter Pfr. Marco Richtscheid gemeinsam mit der Bevölkerung auf eine Spurensuche rund um das Leben mit und in der Kirche machen.

Geschichte entdecken

Der Mensch wird geprägt von den Zeitumständen, in denen er lebt. Jahrhunderte lang wurden Denken, Handeln und Glauben vom jeweiligen Landesherren der Bevölkerung übergestülpt und diktiert. Menschen waren Leibeigene, Untertanen, die sich mal mehr, mal weniger in ihr Schicksal fügten. Aufstände und Kriege führten zu häufigen Gebietsverschiebungen und Herrschaftswechsel, die oft auch einen Glaubenswechsel mit sich brachten. So wechselte auch in Neupotz „das Gsangbuch“ von katholisch zu evanglisch, zu calvinistisch, protestantisch, calvinistisch, protestantisch, katholisch, protestantisch, katholisch... dass dies nicht immer freiwillig geschah, kann man sich vorstellen. Was mussten die Menschen erdulden, die ihre Religion nicht frei wählen konnten? Wie konnte sich eine noch heute existierende Glaubensge-meinschaft bei all dem Hin und Her aufbauen? Und natürlich, wie kam die Kirche in unser Dorf?

Menschen finden

Kirche ohne Menschen funktioniert nicht. Wer aber sind die Menschen, die in der Kirche arbeiten – Pfarrer, MessdienerInnen, SaktistanIn, KirchendienerIn, Messbesucher, Gläubige, Totengräber, Putzfrau, OrgelspielerIn, Kirchenchor... Welche Geschichten, welche Schicksale, Nöte aber auch Errungen-schaften bringen sie mit – witziges, anekdotisches, fröhliches und trauriges... 

Welche Veränderungen in der Kirche haben sie miterlebt? Wir werfen einen Blick von außen darauf und stellen Fragen.


 Theatergruppe Kauderwelsch e.V.

℅ Marianne Stein

 

 

 

Tullastrasse
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