Gesucht wurden: Helden des Alltags

Gefunden wurden 28 Erzählerinnen und Erzähler, die bereit waren aus dem Nähkästchen zu plaudern und uns ihre persönlichen Erlebnisse rund um das Leben mit der Kirche schenkten.

Ob dies nun der gestrenge Kirchendiener mit seinem roten Mantel war oder das außergewöhnlich helle Kostüm der Mutter am weißen Sonntag, die Putzaktionen in der Kirche, die immer mit echtem Bohnenkaffee und belegten Broten belohnt wurden oder das Trauma, das einem im Kirchenkeller-Kindergarten erfasste...

Es waren ergreifende, witzige und skurrile Geschichten, die eine wunderbare Grundlage für das neue Stück geben werden.

Im Mai 2020 wird dies an verschiedenen Orten in der Kirche zu sehen sein.

Türen öffnen

Seit 1838 steht die St. Bartholomäus Kirche im Mittelpunkt des Ortes und war damals auch der Mittelpunkt im Leben der überwiegend katholischen Dorfbewohner. Kirchen waren Zentrum des Dorflebens, sie prägten die Identität des Ortes und seiner Bewohner mit. 

Früher. Und heute?

Fast 180 Jahre nach dem Kirchbau wird sich das Theater Kauderwelsch und als verantwortlicher Kirchenvertreter Pfr. Marco Richtscheid gemeinsam mit der Bevölkerung auf eine Spurensuche rund um das Leben mit und in der Kirche machen.

Geschichte entdecken

Der Mensch wird geprägt von den Zeitumständen, in denen er lebt. Jahrhunderte lang wurden Denken, Handeln und Glauben vom jeweiligen Landesherren der Bevölkerung übergestülpt und diktiert. Menschen waren Leibeigene, Untertanen, die sich mal mehr, mal weniger in ihr Schicksal fügten. Aufstände und Kriege führten zu häufigen Gebietsverschiebungen und Herrschaftswechsel, die oft auch einen Glaubenswechsel mit sich brachten. So wechselte auch in Neupotz „das Gsangbuch“ von katholisch zu evanglisch, zu calvinistisch, protestantisch, calvinistisch, protestantisch, katholisch, protestantisch, katholisch... dass dies nicht immer freiwillig geschah, kann man sich vorstellen. Was mussten die Menschen erdulden, die ihre Religion nicht frei wählen konnten? Wie konnte sich eine noch heute existierende Glaubensge-meinschaft bei all dem Hin und Her aufbauen? Und natürlich, wie kam die Kirche in unser Dorf?

Menschen finden

Kirche ohne Menschen funktioniert nicht. Wer aber sind die Menschen, die in der Kirche arbeiten – Pfarrer, MessdienerInnen, SaktistanIn, KirchendienerIn, Messbesucher, Gläubige, Totengräber, Putzfrau, OrgelspielerIn, Kirchenchor... Welche Geschichten, welche Schicksale, Nöte aber auch Errungen-schaften bringen sie mit – witziges, anekdotisches, fröhliches und trauriges... 

Welche Veränderungen in der Kirche haben sie miterlebt? Wir werfen einen Blick von außen darauf und stellen Fragen.


 Theatergruppe Kauderwelsch e.V.

℅ Marianne Stein

 

 

 

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